Girls’Day am 24. April 2008:
Zur Beteiligung am „Mädchen-Zukunftstag“ rufen in diesem Jahr zahlreiche Aktionspartner auf: Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF), das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMFSFJ) sowie die Initiative D21, die Bundesagentur für Arbeit, der Deutsche Gewerkschaftsbund, die Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände, der Deutschen Industrie und Handelskammertag, der Zentralverband des Deutschen Handwerks und der Bundesverband der Deutschen Industrie.
Was ist der Girls’Day?
Einmal im Jahr stehen Mädchen ab der fünften Klasse im Rahmen des Girls’Day die Türen von Unternehmen, Betrieben und sonstigen Einrichtungen offen, um ihnen einen Einblick in Technik, IT, Handwerk, Ingenieur- und Naturwissenschaften zu ermöglichen – Bereiche, für die sich eher Jungen interessieren und die gemeinhin eher als „frauenuntypisch“ gelten.
Da die Beteiligung erfahrungsgemäß sehr hoch ist und bei der Zielgruppe auf großes Interesse stößt, regen der Deutsche Feuerwehrverband und die Deutsche Jugendfeuerwehr alle Feuerwehren, Freiwilligen Feuerwehren und Jugendfeuerwehren an, Angebote im Rahmen der Aktion „Girls’Day 2008“ zu schaffen und sich aktiv einzubringen. Alle wichtigen Infos sind zu finden unter www.girls-day.de.
In den letzten Jahren haben sich bereits zahlreiche Feuerwehren beteiligt. Die Resonanz war überaus positiv, wie aus zahlreichen Berichten und Nachlesen der Veranstaltenden und Teilnehmerinnen hervorgeht. Eine Teilnahme mit einer gelungenen Aktion im Rahmen des Girls’Day kann darüber hinaus als Best practise-Beispiel dienen. Außerdem können sich die Veranstalter um den Förderpreis „Florentine“ des Deutschen Feuerwehrverbandes bewerben. (http://www.feuerwehrfrauen-netzwerk.org/30.0.html )
Zielgruppe
Angesprochen werden Schülerinnen ab Klasse 5 bis 10 (oder höher), hauptsächlich also zehn- bis 15-jährige Mädchen. Bestes Feuerwehr-Eintrittsalter!
Was muss ich als Veranstalter wissen?
In den vergangenen Jahren bestanden die Angebote der Feuerwehren zum Girls’Day aus einer Heranführung der Teilnehmerinnen an die Technik, verbunden mit ein paar praktischen Übungen wie etwa Brandbekämpfung, technische Hilfeleistung etc. Besonders gut scheint erfahrungsgemäß der „Panorama-Blick“ aus dem Rettungskorb anzukommen.
Die Veranstaltung wurde von den Teilnehmerinnen als besonders eindrucksvoll bewertet, wenn sie von einer Feuerwehrfrau durchgeführt wurde.
Kooperationen mit DRK, THW und/oder Polizei haben sich ebenfalls als sinnvoll erwiesen.
Aus den Erfahrungsberichten der vergangenen Aktionstage geht hervor, dass es keinen Unterschied macht, ob die Veranstaltung von der Berufsfeuerwehr, der Freiwilligen oder der Jugendfeuerwehr durchgeführt wurde, denn alle haben gleichermaßen die Inhalte gut vermitteln können.
Wie könnte ein Fahrplan aussehen?
Jede Feuerwehr ist anders und verfügt über unterschiedliche Ausstattung. Um das Angebot vielfältiger zu gestalten, könnte sich eine ortsübergreifende Zusammenarbeit als durchaus sinnvoll erweisen.
Hier ein Beispiel für einen möglichen Veranstaltungsablauf, Zeitraum etwa 9 bis 13 Uhr:
Ÿ Begrüßung, kurze Einweisung
Ÿ Gemeinsames Frühstück
Ÿ Rundgang über die Feuer- und Rettungswache
Ÿ Falls vorhanden Fahrt im Rettungskorb einer Drehleiter
Ÿ Durchkriechen der Atemübungsstrecke
Ÿ Aufbau eines Löschangriffs von einem Löschfahrzeug aus
Ÿ Demonstrieren der Einsatzgeräte und Fahrzeuge
Ÿ Ausprobieren verschiedener Geräte unter Anleitung (z.B. Löschen, technische Hilfeleistung an einem Auto o.ä.)
Ÿ Vorführung und Erläuterung eines Brandeinsatzes (z.B. Rettung einer Person aus einem verrauchten Haus)
Ÿ Fragerunde
Ÿ Ausstellung einer Teilnahmebestätigung (erhältlich unter http://www.girls-day.de/service/materialbestellung oder online von den Teilnehmerinnen auszufüllen unter: http://www.girls-day.de/zielgruppen/unternehmen_organisationen/interaktiv/download
Versicherungsschutz
Wird in Ihrem Bundesland die Teilnahme am Girls'Day als Schulveranstaltung gewertet oder stufen die Schulen der teilnehmenden Mädchen dies so ein, dann sind die Schülerinnen über die Schule gesetzlich unfallversichert. Ist Ihre Veranstaltung auf der Aktionslandkarte im Internet auf www.girls-day.de eingetragen, sind die Mädchen auf jeden Fall zusätzlich zur Schule über eine subsidiäre Versicherung durch die bundesweite Koordinierungsstelle unfallversichert. Weitere Informationen gibt es online unter: http://www.girls-day.de/zielgruppen/unternehmen_organisationen/wichtige_infos/versicherung.
Wie melde ich mein Veranstaltungsangebot an?
Die (kostenlose!) Angebotsmeldung vonseiten der Veranstalter ist ab sofort bis spätestens zum 23. April 2008 möglich, es empfiehlt sich jedoch, das entsprechende Angebot möglichst frühzeitig auf der Aktionslandkarte einzutragen. Dies ist online möglich auf der Website http://www.girls-day.de/aktool/ez/veranstalter.aspx. Vor der Anmeldung sollte nicht nur der Veranstaltungsablauf klar sein, sondern auch wer verbindlich als Ansprechpartner/in fungiert.
Schulbefreiung für die Teilnehmerinnen:
Sofern die Schule oder Ausbildungsstätte den Aktionstag nicht als Teil des Unterrichts integriert hat, ist ein rechtzeitiger Antrag auf Schulbefreiung durch die Erziehungsberechtigten erforderlich. Diesen gibt es als Downloaddatei unter http://www.girls-day.de/service/downloadcenter. Da in fast allen Bundesländern die Kultusministerien die Teilnahme am Girls’Day ausdrücklich empfehlen, sollte es keine Probleme mit der Freistellung geben. Eine Vor- und Nachbereitung des Zukunftstages erfolgt in der Regel in der Schule.
Wie finden interessierte Mädchen die Angebote?
Interessierte Mädchen können sich das für sie passende Angebot entweder über die Aktionslandkarte http://www.girls-day.de/aktool/ez/eventmap.aspx?skin=uo suchen oder sich über die Eventsuche http://www.girls-day.de/aktool/ez/eventsuche.aspx für die gewählte Veranstaltung verbindlich anmelden. Die Anmeldung erfolgt online oder telefonisch.
Für interessierte Eltern, die ihre Tochter bei der Berufsorientierung unterstützen wollen, finden sich weitere hilfreiche Infos unter: http://www.girls-day.de/zielgruppen/eltern.
Und damit die Jungen nicht zu kurz kommen, gibt es unter: http://www.neue-wege-fuer-jungs.de/ auch nützliche Tipps für sie.
Weitere Informationen:
Das Personal des Bundesjugendbüros der DJF berät und unterstützt gerne und steht für Fragen täglich zwischen 9 und 16 Uhr gerne zur Verfügung:
Birgit Ender, Bildungsreferentin
DEUTSCHE JUGENDFEUERWEHR
im Deutschen Feuerwehrverband e.V.
Reinhardtstraße 25
10117 Berlin (Mitte)
Telefon: (030) 28 88 48 813
Telefax: (030) 28 88 48 819
E-Mail: ender[at]jugendfeuerwehr.de
Internet: www.jugendfeuerwehr.de
Darüber hinaus steht die Bundesweite Koordinierungsstelle für Fragen rund um den Girls’Day zur Verfügung:
Bundesweite Koordinierungsstelle
Girls’Day – Mädchen-Zukunftstag
Kompetenzzentrum Technik-Diversity-Chancengleichheit e.V.
Wilhelm-Bertelsmann-Straße 10
33602 Bielefeld
Telefon 0521 106-73 57
Fax 0521 106-73 77
info[at]girls-day.de
www.girls-day.de
Neuer Förderpreis für Frauen-Integrationsprojekte
Deutscher Feuerwehrverband lobt „Florentine“ für hervorragende Ideen aus
Berlin – „Frauen sind in der Feuerwehr immer noch unterrepräsentiert. Projekte, die sich mit der Integration von Mädchen und Frauen in die Feuerwehr beschäftigen, sind ein großer Schritt in die richtige Richtung und verdienen die Anerkennung der breiten Basis“, erklärt Ulrich Behrendt, Vizepräsident des Deutschen Feuerwehrverbandes (DFV). Im Jahr 2008 lobt der DFV zum ersten Mal den Förderpreis „Florentine“ für vorbildliche Leistungen und Modelle zur Frauenbeteiligung aus.
„,Florentine’ ist im Feuerwehralltag in vielen Bundesländern der Funkrufname bei Handfunkgeräten, ohne die etwa Führungskräfte und Angriffstrupp in der Brandbekämpfung nicht miteinander kommunizieren können“, erläutert Behrendt die Namensgebung des Förderpreises. „Ebenso werden Frauen als ein wichtiger Bestandteil des ,Netzes der Helfenden Hände’ dringend gebraucht.“
„Ausgezeichnet werden sollen mit dem Preis Feuerwehren, Jugendfeuerwehren und Feuerwehrverbände als Gemeinschaften, die herausragende und beispielhafte Leistungen zur Integration und zur Erhöhung des Anteils von Frauen und Mädchen in die Feuerwehr erbracht haben“, präzisiert DFV-Bundesfrauensprecherin Karin Plehnert-Helmke. „Außerdem sollen auch Projekte zur Einbindung von Menschen anderer bislang unterrepräsentierter Bevölkerungsgruppen – etwa mit Migrationshintergrund oder akademischer Ausbildung – in die Feuerwehren honoriert werden“, erklärt sie weiter.
Mit der Ausschreibung folgt der Deutsche Feuerwehrverband einer der Leitlinien des Forschungsberichts „Mädchen und Frauen in den Freiwilligen Feuerwehren“, die im Rahmen des Programms „Generationsübergreifende Freiwilligendienste“ des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend in die Praxis umgesetzt werden.
Besonders folgende Aspekte qualifizieren zur Teilnahme:
- Erhöhung des Anteils von Mädchen und Frauen in der Feuerwehr
- Gezielte Berichterstattung über Mädchen, Frauen und andere unterrepräsentierte Bevölkerungsgruppen in der Feuerwehr
- Förderung der Qualifizierung von Mädchen, Frauen und Menschen aus unterrepräsentierten Bevölkerungsgruppen für Führungspositionen in der Feuerwehr
- Förderung der Vereinbarkeit von Ehrenamt, Familie und Beruf (Kinderbetreuung, pflegebedürftige Personen, zeitliche Flexibilität ...)
- Erleichterung des Übergangs von der Jugendfeuerwehr in die Einsatzabteilung
- Erhöhung des Anteils von sonstigen unterrepräsentierten Bevölkerungsgruppen in der Feuerwehr (Menschen mit Migrationshintergrund, allein erziehende Eltern, Akademiker …)
- Mitwirkung von Mädchen, Frauen und Menschen aus unterrepräsentierten Bevölkerungsgruppen in Gremien
Einsendeschluss für die Bewerbung ist der 15. März 2008. Es gilt das Datum des Poststempels. Verliehen wird der Preis im Rahmen der Verbandsversammlung des DFV am 16./17. Mai 2008 in Fulda. Die vollständigen Bewerbungsunterlagen gibt es beim Deutschen Feuerwehrverband, Reinhardtraße 25, 10117 Berlin, per E-Mail bei Silvia Darmstädter (darmstaedter[at]dfv.org) sowie HIER zum Download
Ausschreibung Feuerwehr-Jahresaktion nach § 3 Nr. 1 Abs. 1 VOL/A Bundesweite Werbekampagne 2007/08 zu vergeben |
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Auftragsbeschreibung Der deutsche Feuerwehrverband beabsichtigt, eine Werbekampagne als Feuerwehr-Jahresaktion im Wege einer Ausschreibung nach § 3 Nr. 1 Abs. 1 VOL/A zu vergeben.
Mit einer bundesweiten Kampagne in 2007/2008 will der Deutsche Feuerwehrverband (DFV) mehr Frauen für den aktiven, ehrenamtlichen Dienst in den Freiwilligen Feuerwehren gewinnen. Den Mitgliedsverbänden des DFV und ihren Untergliederungen sollen bis zum 1. Mai 2007 entsprechende Medienpakete zur Verfügung gestellt werden.
Die Kampagne ist Teil des Projekts „Mädchen und Frauen in den Freiwilligen Feuerwehren“, das der Deutsche Feuerwehrverband im Rahmen des Programms Generationsübergreifende Freiwilligendienste des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend durchführt.
Interessenten finden nähere Informationen zu dieser Ausschreibung in der folgenden PDF-Datei.
01080834 Jahresaktion Ausschreibung.pdf
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ERSTE FEUERWEHRKOMMANDANTIN AM BAYERISCHEN UNTERMAIN
Mömbris-Königshofen (Bayern) - Über hundert Jahre standen immer wieder Männer an der Spitze der Feuerwehren. In den letzten Jahren steigt der Anteil der Feuerwehrfrauen immer weiter an. Auf der Versammlung der Königshofener Wehr Mitte Dezember entschieden sich die aktiven Wehrleute erstmals für eine Frau an ihrer Spitze.
Nachdem Kommandant Achim Braun das Amt des Kommandanten abgegeben hatte und nicht mehr zur Wiederwahl anstand, entschieden sich die Männer und Frauen der Mömbriser Ortsteilwehr mit 18 von 20 Stimmen klar für Nadja Ernst. Die junge Frau ist als Hausfrau und Mutter tagsüber im Ort und steht somit auch bei Einsätzen unter dem Tage zur Verfügung. Die Feuerwehr ist ein fester Bestandteil im Leben der 28-jährigen. Neben ihrem Mann, der ebenfalls seit Jahren aktiver Feuerwehrmann in Königshofen ist, begleitet der Stiefsohn Kai seinen Vater und Mutter zu den Übungen und Veranstaltungen.
Nadja Ernst ist seit ihrer Jugend in der Wehr engagiert. Mit 13 Jahren trat sie 1991 der Jugendfeuerwehr bei, absolvierte neben dem Grundlehrgang und der Funkausbildung die Lehrgänge zum Trupp- und Gruppenführer. Seit 2003 vertrat Nadja den Jugendwart und seit März diesen Jahres leitete sie selbst die Jugendgruppe mit zwölf Jugendlichen im Alter von zehn bis 18 Jahren. Aus den Reihen der 28 Feuerwehrmänner und vier Feuerwehrfrauen kam der Wahlvorschlag. Entscheidend sei nicht das Geschlecht, sondern die Führungsqualifikation, meinen die männlichen Feuerwehrkameraden.
Text: Ralf Hettler / Bearbeitung: sda
ERSTE FRAU AN SPITZE VON FEUERWEHR-LANDESVERBAND
Brigitte Schiffel ist neue Vorsitzende des Landesverbandes der Freiwilligen Feuerwehren Berlins – und damit die erste Frau an der Spitze eines Feuerwehr-Landesverbandes in Deutschland. Mit überwältigender Mehrheit wurde die ehemalige Zweite Vorsitzende gewählt, die nach dem Rücktritt des Landesverbandschefs im Frühjahr dieses Jahres die Amtsgeschäfte bereits kommissarisch übernommen hatte.
„Dies ist ein wegweisender Schritt in unserem Bemühen für mehr Frauen auf Feuerwehr-Spitzenpositionen“, gratuliert Hans-Peter Kröger, Präsident des Deutschen Feuerwehrverbandes (DFV), der neuen Vorsitzenden. Die 56-jährige Hauptbrandmeisterin ist seit mehr als 30 Jahren in der Einsatzabteilung der Freiwilligen Feuerwehr Berlin-Weißensee aktiv. Schiffel übte als eine von wenigen Frauen in der DDR das Amt einer Wirkungsbereichsleiterin der Freiwilligen Feuerwehr aus und war damit für die Kontrolle im Brandschutz für bis zu vier Feuerwehren im Bezirk Weißensee verantwortlich.
Seit 2001 war sie Zweite Vorsitzende des Landesverbandes und ist zudem Leiterin der Geschäftsstelle der Freiwilligen Feuerwehren. Für ihr Engagement wurde sie 2004 mit dem Deutschen Feuerwehr-Ehrenkreuz in Silber ausgezeichnet. (sda)
NRW: ERSTMALS SILBERNE EHRENNADEL FÜR FEUERWEHRFRAU
„Dorothea Schneiders Arbeit war wegweisend für die Frauen in den nordrhein-westfälischen Feuerwehren“, sagte Walter Jonas, Präsident des Landesfeuerwehrverbandes Nordrhein-Westfalen anlässlich der Sitzung des Verbandsausschusses des LFV NRW am Samstagmorgen in Hövelhof (Kreis Paderborn). Für ihr ehrenamtliches Engagement erhielt die Hammer Feuerwehrfrau die silberne Ehrennadel des Landesfeuerwehrverbandes.
Jonas lobte in seiner umfangreichen Laudatio Schneiders Verdienste für den Landesfeuerwehrverband. Begonnen hatte Schneider ihre Feuerwehrlaufbahn am 1. September 1972 bei der Freiwilligen Feuerwehr Hamm. Schon Mitte der 70iger Jahre übernahm sie den Vorsitz des Fachausschusses Frauenarbeit und wurde gleichzeitig Landesfrauensprecherin. Diese Funktion übte sie auch zeitweise auf Bundesebene aus. Dorothea Schneider beschränkte sich jedoch nicht nur auf ihre richtungweisende Frauenarbeit. Sie arbeitete auch ab 1988 im Fachausschuss Brandschutzerziehung und -aufklärung des LFV NRW mit. Auch hier wirkte sich maßgeblich an Konzepten für Projektwochen in Grundschulen und bei der Erstellung von Materialien für die Brandschutzerziehung mit. Dorothea Schneider ist die erste Frau, die mit der silbernen Ehrennadel des LFV NRW ausgezeichnet wurde. (Friedrich Kulke)
STELLVERTRETENDE LANDESJUGENDWARTIN IN NRW
Martina Grochow, Hauptbrandmeisterin bei der Freiwilligen Feuerwehr in Hamm, wurde am Samstagnachmittag beim 14. Landesjugendfeuerwehrtag der Jugendfeuerwehr Nordrhein-Westfalen zur neuen Stellvertretenden Landesjugendfeuerwehrwartin gewählt. Bereits im ersten Wahlgang erreichte Grochow mit 115 Stimmen die erforderliche Mehrheit der 226 Delegierten der Jugendfeuerwehren aus ganz Nordrhein-Westfalen. Damit tritt die Hammer Feuerwehrfrau die Nachfolge von Hans-Jacob Luckas (Dormagen) an, der aus Altersgründen nicht mehr kandidierte.
Grochow gehört bereits seit 1997 als Fachbereichsleiterin dem Landesjugendvorstand an. Neben ihrer neuen Funktion bei der Landesjugendfeuerwehr ist Grochow auch seit einem Jahr Landesfrauensprecherin des Landesfeuerwehrverbandes. Trotz der neuen Aufgabe kann sich auch Grochows Jugendgruppe bei der Hammer Jugendfeuerwehr freuen. „Ich bleibe selbstverständlich auch Jugendfeuerwehrwartin der Jugendfeuerwehr Stadtmitte“, versprach sie. Dieses Amt übt sie seit neuen Jahren aus. Zu den ersten Gratulanten zählten neben Ehemann Rolf, der auch Mitglieder der Hammer Feuerwehr ist, Stadtjugendfeuerwehrwart Helmut Franke und die übrigen Delegierten aus Hamm. (Friedrich Kulke)
HANDREICHUNG FÜR DIE PRAXIS: FRAUEN IN DER FREIWILLIGEN FEUERWEHR
Die Probleme sind vielfältig: Die 35-jährige Schichtarbeiterin kann nur alle zwei Wochen zum Übungsdienst erscheinen. Das Feuerwehr-Ehepaar muss nach dem ersten Kind nun regeln, wer nachts für den Nachwuchs da ist und wer zum Einsatz fährt. Die 22-jährige Feuerwehrfrau hat vor dem letzten Ausbildungsblock des Truppführerlehrgangs erfahren, dass sie schwanger ist. Sie alle haben Fragen, bei deren Beantwortung die nun vorliegende Handreichung „Frauen in der Freiwilligen Feuerwehr – Handreichungen für die Praxis“ des Deutschen Feuerwehrverbandes (DFV) Hilfestellung leisten kann.
Die 24-seitige Broschüre ist Teil des Projektes „Mädchen und Frauen in den Freiwilligen Feuerwehren“, das der DFV im Rahmen der Generationsübergreifenden Freiwilligendienste des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend durchführt. Die Handreichung beinhaltet die Themenfelder Vereinbarkeit von Beruf, Familie und Feuerwehr, Übergang von der Jugendfeuerwehr in die Einsatzabteilung und „Schwangerschaft und Feuerwehrdienst“.
Die Broschüre soll als weiterer Baustein des Projektes konkrete Anregungen und praktische Tipps zu unterschiedlichen Themenfeldern des Feuerwehralltags geben. Enthalten sind unter anderem Informationen über rechtliche Grundlagen, Best-practise-Beispiele und Empfehlungen. Ein Adressteil enthält sowohl die Kontaktdaten der Ansprechpartnerinnen in den einzelnen Bundesländern als auch Links zu internationalen Netzwerken von Feuerwehrfrauen.
„Zielgruppe sind Frauen und Männer gleichermaßen; angesprochen werden sowohl Führungskräfte der Freiwilligen Feuerwehren als auch die „Feuerwehrmenschen“ an der Basis“, erklären DFV-Vizepräsident Ulrich Behrendt und Karin Plehnert-Helmke, Fachbereichsleiterin Frauen im Deutschen Feuerwehrverband.
Alle Landes-, Bezirks-, Stadt- und Kreisfeuerwehrverbände haben ein Kontingent der handlichen Veröffentlichung für ihre Arbeit erhalten. Weitere Hefte kön¬nen in der DFV-Bundesgeschäftsstelle in Berlin (Telefon 030/2888488-00, E-Mail conrad[at]dfv.org) angefordert werden, solange der Vorrat reicht.
DIE KOMPLETTE HANDREICHUNG GIBT ES HIER.
SPD-KONGRESS ZUM EHRENAMTLICHEN ENGAGEMENT
"Unser Engagement für das Engagement - Freiwilligendienste fördern" - so lautete der Titel des Kongresses der SPD-Bundestagsfraktion am 20. September im Reichstag - Gebäude des Bundestags, bei dem der Deutsche Feuerwehrverband sein Projekt "Mädchen und Frauen in den Freiwilligen Feuerwehren" vorstellte. Karin Plehnert-Helmke, Leiterin des Fachbereichs Frauen im DFV, präsentierte das Projekt im Plenum, zu dem auch zahlreiche Bundestagsabgeordnete zählten. MdB Ute Kumpf, in deren Büro der Kongress organisiert worden war, begrüßte die zahlreichen Teilnehmerinnen und Teilnehmer. In seiner Eröffnungsrede erwähnte der SPD-Fraktionsvorsitzende Peter Struck das DFV-Projekt als Beispiel für Engagement. Er bezeichnete die Aktivitäten der ehrenamtlichen Kräfte als "Freiwillig - aber unersetzlich".
Beim "Markt der Möglichkeiten" hatten die Besucherinnen und Besucher die Möglichkeit, einmal eine Feuerwehruniform auszuprobieren. Zudem gab es Gelegenheit zu informativen Gesprächen und Gedankenaustausch auch mit Bundestagsabgeordneten.
HIER FINDEN SIE WEITERE BILDER.
TAG DER OFFENEN MINISTERIEN
Am 26./27. August 2006 präsentierte der Deutsche Feuerwehrverband das Projekt "Mädchen und Frauen in den Freiwilligen Feuerwehren" beim Tag der Offenen Tür des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. Dabei ging es heiß her: So übte etwa Bundesministerin Dr. Ursula von der Leyen - begleitet von großem Medieninteresse - die Brandbekämpfung mit einem Feuerlöscher. Zudem konnten die zahlreichen Besucherinnen und Besucher ein Kombi-Spreiz-Schneidgerät in Aktion erleben. Solch ein Gerät wird etwa zur technischen Rettung von Personen aus eingeklemmten Fahrzeugen verwendet. Für die Kleinsten stand sogar ein ganzes Haus "in Flammen", so dass sie eifrig Löschen üben konnten.
Das DFV-Team um Vizepräsident Ulrich Behrendt und Presserefentin Silvia Darmstädter erhielt wertvolle Unterstützung von der Werkfeuerwehr Schering (Feuerlöschtrainer) und der Freiwilligen Feuerwehr Köpenick (hydraulisches Gerät); das "Spritzenhäuschen" stellte die FF Karlshorst zur Verfügung.
DIE UMFANGREICHE BILDERGALERIE FINDEN SIE HIER.