Die Videosequenz ist rund eine Minute lang: Sie zeigt, wie sich Einsatzkräfte im Atemschutzeinsatz gegenseitig mit Luft versorgen können, indem sie einen Schlauch des Behältergerätes umstöpseln – Teil des Atemschutznotfalltrainings der Berliner Feuerwehr. Das Publikum blickt interessiert. Als sich dann die beiden Einsatzkräfte auf der Leinwand aus Helm und Maske schälen, nicken viele zustimmend: Der Ausbildungsfilm zeigt zwei Frauen. „Das wäre bei uns nie möglich; da kommen immer nur die Männer in die Zeitung und auf die Bilder“, murmelt eine Feuerwehrfrau ihrer Nachbarin zu.
Die fünfte und letzte Regionalkonferenz vereinte Feuerwehrfrauen und Multiplikatoren aus Berlin, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern in Güstrow. Zum ersten Mal waren auch alle Landesverbandsvorsitzenden mit von der Partie: Brigitte Schiffel (Berlin), Rolf Schomann (Mecklenburg-Vorpommern) und Manfred Gerdes (Brandenburg) nahmen teil. Der erste Tag stand im Zeichen der Fachfortbildung und des Kennenlernens. Jeder Landesverband steuerte ein Thema bei; so dass schließlich neben dem Atemschutznotfalltraining auch Notfallseelsorge und Brandschutzerziehung auf dem Programm standen. Nach der abendlichen Kennenlernrunde entwickelten sich zahlreiche Gespräche über Landesgrenzen hinweg. Die Teilnehmerinnen des ersten Tages sowie die für den zweiten Tag eintreffenden männlichen Multiplikatoren nutzten die Gelegenheit, von erfolgreichen Konzepten aus anderen Bundesländern zu erfahren.
Am zweiten Tag ging es um die praxisorientierte Umsetzung der Leitlinien, die Dr. Margot Poppenhusen im Plenum präsentierte. Der Hintergrund der Teilnehmenden reichte von „gerade in die Einsatzabteilung eingetreten“ über „mittlere Führungsebene“ bis hin zur Landes- und Bundesebene - unter anderem nahmen DFV-Präsident Hans-Peter Kröger, der zuständige Vizepräsident Ulrich Behrendt (der alle Konferenzen aktiv begleitet hatte), Bundesfrauensprecherin Karin Plehnert-Helmke, DJF-Ausschussvorsitzende Heike Lenz (Mädchen- und Jungenarbeit) und DFV-Bundesgeschäftsführer Sönke Jacobs teil. Somit war eine Fülle an Vorschlägen in den verschiedenen Arbeitsgruppen gewährleistet – unter anderem zur Sichtbarkeit von Frauen in der Feuerwehr etwa in Videosequenzen...